Berufungsgeschichten

Ein Lob der Barmherzigkeit Gottes

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Sr. M. Katharina
Dienerin der Immaculata

Schon als Kind wollte ich immer in den Himmel kommen und versuchte es auf kindliche Weise. Ich versprach dem lieben Gott immer seinen Willen zu tun, denn ich wusste, nur wer den Willen Gottes tut, gelangt ans ewige Ziel. Sonderbar war ein Erlebnis nach der ersten heiligen Kommunion. Am Tag nach der Erstkommunion durften alle Erstkommunikanten eine Wallfahrt zum Marienheiligtum "Maria Rosenberg" Nähe Pirmasens mitmachen. Als ich vor der Gnadenstatue kniete, wurde mir beim Anblick der weißen, goldenen und roten Rose am Fuß der Statue der Sinn der drei Ordensgelübde Keuschheit, Armut und Gehorsam erschlossen. Bei unserer jährlichen Wallfahrt zur hl. Anna (den 9 Dienstagen um das Fest der hl. Anna) drängte es mich immer, um Gnade zu beten, ohne andere Gebetsmeinung. Als unsere Großmutter, die in unserer Familie wohnte, pflegebedürftig war, wurde sie von einer Ordensschwester medizinisch betreut. Bei einer ihrer Besuche in unserem Hause, richtete sie an mich den Appell: "Du könntest auch ins Kloster gehen." Ich war damals 15 Jahre alt und hatte absolut keine Klostergedanken. Innerlich ließ mir dieser Anruf aber keine Ruhe. Doch eigensinnig, wie ich war, stand für mich fest: "Wenn ich nicht sicher weiß, dass ich berufen bin, dann bringen mich keine zehn Pferde ins Kloster." Einige Zeit danach entschloss ich mich in der Augustinerkirche in Landau zu beichten. Nach der Beichte verrichtete ich vor dem ehrwürdigen Kruzifix des ehemaligen Klosters meine Buße. Plötzlich wusste ich mit aller Klarheit und Deutlichkeit, dass ich zum Ordensleben berufen bin und in ein Kloster eintreten soll. Ich war wie erschlagen, verließ die Kirche und konnte nur denken: "Ich will nicht!" Nun begann ein langer, heftiger Kampf, in dem ich dem Heiland oft erklärte, er müsse sich geirrt haben, ich bin ja nicht geeignet und außerdem wolle ich ja lieber heiraten. Doch letztendlich siegte das Versprechen, das ich gegeben hatte, Gottes Willen immer zu erfüllen. Ich sagte Jesus: "Wenn es dein Wille ist, dass ich ins Kloster gehe, dann musst du sorgen, dass ich dahin komme; ich tue nichts." Und trotz meiner Widerspenstigkeit war ich in 3 Wochen im Kloster und bin nach 51 Professjahren immer noch darin.

Die vielen Gnaden und die unendliche Geduld meines lieben Heilandes mit mir, kann ich nur bestaunen und bekennen: "denn seine Barmherzigkeit ist so herablassend und zuvorkommend mit uns armen Sündern."

Braut Christi, komm und nimm die Krone, welche dir der Herr auf ewig zubereitet.

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Sr. M. Theresa
Dienerin der Immaculata

Während einer Anbetung des Allerheiligsten Altarsakramentes, nahm ich den Bibelspruch: „Der Herr führt dich den Pfad deines Lebens“. Ab diesem Zeitpunkt besuchte ich immer öfter den Heiland im Tabernakel und stellte mir die Frage, was Gott von mir will, was der Sinn meines Lebens ist. Die Frage, ob ich zum Ordensleben berufen sei, wies ich damals als unvorstellbar von mir. Da mich jedoch diese innere Unruhe nicht los ließ, fragte ich - durch die Initiative einer Freundin, die um mein Ringen wusste - einen Priester nach seiner eigenen Berufung.
In der Heiligen Messe am folgenden Tag durfte ich innerlich die Frage hören: Willst du mir ganz gehören? Hm… Etwas überrascht dachte ich: Ja, warum eigentlich nicht. Dann eher zweifelnd: Ja? Und dann kam von ganzem Herzen: Ja, ich will!
Nach diesem Moment hatte ich einen tiefen Frieden im Herzen, obwohl ich noch nicht wusste, in welchen Orden mich Gott berief. Im selben Jahr fuhr ich das erste Mal zu den Dienerinnen der Immaculata auf Besuch. Als ich die Kapelle betrat, wusste ich: „Du bist zu Hause angekommen.“
Doch noch einige Jahre zogen ins Land, in denen ich zum einen meine Ausbildung als Heilerziehungspflegerin abschloss, und zum anderen mit mir selbst rang, bis ich mich endgültig entschloss den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Am 2.Juli 2011 machte ich mich auf den Weg zu den Dienerinnen der Immaculata. Im August 2013 durfte ich das Noviziat beginnen und erhielt den Ordensnamen Sr. M. Theresa (nach der hl. Theresia vom Kinde Jesu). 2015 legte ich die zeitlichen Gelübde ab und am 1. September 2018 durfte ich mich Gott in der Profess auf ewig schenken!

Ich bin Gott zutiefst dankbar, dass er mich diesen Weg geführt hat und wünsche jedem, dass er sich auf das Wagnis einlässt, seine Berufung zu entdecken und dieser zu folgen. Denn: Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir, o Gott.
Gottes Segen dazu!